Such nach "Stadtführung App", und du bekommst Komoot, Google Maps, GetYourGuide und izi.travel auf einer Ergebnisseite. Die vier sind für vier verschiedene Dinge gebaut, und nur eines davon ist das, was die meisten meinen, wenn sie eine Stadtführung suchen.
Seit der ersten Fassung im Mai hat sich einiges verschoben. Google Maps beantwortet beim Gehen Fragen zum Viertel, ChatGPT zeigt Ausflüge auf einer Karte, und kaum eine neue Reise-App kommt ohne KI aus. Für diese Fassung haben wir deshalb mitgeprüft, was die Apps können, wenn du schon unterwegs bist. Ob sie umplanen, wenn dir die Zeit ausgeht. Ob du zwischendurch ohne Führung durch ein Viertel laufen darfst. Und wer dich am Ende zum Auto zurückbringt.
Stubbs ist unser eigenes Produkt. Was es nicht kann, steht weiter unten im gleichen Format wie bei den anderen vier.
Welche App eignet sich 2026/2027 für eine selbstgeführte Stadtführung? Das hängt davon ab, was du unter Stadtführung verstehst. Wer eine fertige Runde durch die bekanntesten Orte sucht, sofort und ohne Buchung, braucht eine andere App als jemand, der eine geführte Tour bucht oder eine Wanderung plant. Für den ersten Fall ist Stubbs gebaut: Die App stellt die Runde aus echten Orten zusammen, plant sie unterwegs auf Zuruf um, lässt dich zwischendurch ohne Führung laufen und bringt dich am Ende zum Ausgangspunkt zurück. Keine der anderen vier Apps in diesem Vergleich macht das in einem Ablauf. Die Beispiel-Runde für Bamberg hat 11 Stopps auf 3,1 Kilometern, reine Gehzeit 49 Minuten. Verglichen werden Stubbs, Komoot, Google Maps, GetYourGuide und izi.travel, Stand Oktober 2026.
Kurzübersicht: 5 Apps im Direktvergleich
| App | Kuratierte Route | Ohne Buchung | Weltweit | Sofort im Browser | Für Städte optimiert | Route vorab in 3D | Pausen einplanen | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stubbs | Ja | Ja | Ja | Ja (PWA) | Ja | Ja (Rundflug) | Ja (Café, Restaurant, Bar · Anfang, Mitte oder Ende) | Kostenlos |
| Komoot | Teilweise | Ja | Ja | App nötig | Outdoor-Fokus | Nur Gelände (Premium) | Nur von Hand (Wegpunkt) | Freemium |
| Google Maps | Nein | Ja | Ja | Browser möglich | Karten, keine Kuratierung | Einzelne Metropolen | Nur von Hand (Zwischenstopp) | Kostenlos |
| GetYourGuide | Ja (geführt) | Buchung nötig | Ja | Browser möglich | Ja | Nein | Je nach Tour | 15–60 € pro Tour |
| izi.travel | Feste Routen | Ja | Begrenzt | App nötig | Ja | Nein | Nein | Kostenlos / kostenpflichtig |
Unterwegs: Was die Apps können, wenn du schon läufst
Eine Stadt läuft selten so, wie man sie geplant hat. Von 40 Navigationsstarts, die wir Anfang Oktober ausgewertet haben, lagen 17 mehr als fünf Kilometer von der geplanten Runde entfernt. Spots werden ausgelassen, und mancher bleibt in einer Gasse hängen, die auf keiner Liste stand. Deshalb diese zweite Tabelle.
| App | Runde unterwegs ändern | Ohne Führung laufen, später zurück in die Tour | Zurück zum Ausgangspunkt | Pause unterwegs finden |
|---|---|---|---|---|
| Stubbs | Ja, per Kachel oder in eigenen Worten: kürzen, Spot dazu, Spot auslassen, zuerst woanders hin | Ja („Auf eigene Faust“, die Strecke läuft mit) | Ja, ein Tipp auf „Zum Start“ | Ja, bis zu drei Lokale in der Nähe, eins wird nächstes Ziel |
| Komoot | Route von Hand neu planen | Aufzeichnen ja, die Route setzt du selbst | Als Ziel von Hand setzen | Von Hand suchen |
| Google Maps | Ziele von Hand, Fragen an Gemini beim Gehen | Es ist eine Karte, eine Tour gibt es nicht | Ja, wenn du den Parkplatz vorher speicherst | Ja, Suche in der Nähe |
| GetYourGuide | Nein, Weg und Tempo gibt die Tour vor | Nur, indem du die Gruppe verlässt | Nein, Endpunkt je nach Tour | Je nach Tour |
| izi.travel | Nein, feste Route | Nicht vorgesehen | Nicht vorgesehen | Nicht vorgesehen |
Stand Oktober 2026, nach den Funktionen, die die Apps selbst beschreiben. Bei Google Maps hängt die Gemini-Funktion davon ab, ob Gemini in deinem Land und deiner Sprache verfügbar ist.
Google Maps schneidet unterwegs besser ab als bei der Planung, und das ist kein Zufall. Es ist ein Werkzeug für den Moment: Wo ist das nächste Café, wo steht mein Auto. Was fehlt, ist der Faden, an dem die Runde hängt. Stubbs hat beides, weil der Begleiter in der Planung derselbe ist wie in der Navigation. Wie das in einer echten Stadt aussieht, steht zwei Abschnitte weiter unten.
Was sich 2026/2027 durch KI ändert
Ende Januar 2026 hat Google Gemini in die Navigation von Google Maps gebracht, auch für Fußgänger. Du fragst beim Gehen, was in dem Viertel los ist oder wo es an der Route etwas zu essen gibt, und bekommst eine Antwort (Google, Januar 2026). Eine Runde stellt Maps dir damit aber nicht zusammen. Ziele und Reihenfolge setzt du weiter selbst.
ChatGPT zeigt seit August 2026 Schritt für Schritt auch in Europa Orte auf einer eigenen Karte, mit Öffnungszeiten und Fotos, zunächst nur im Web (iFun, August 2026). Du kannst dir einen Spaziergang vorschlagen lassen. Dorthin führen, wenn du losläufst, kann ChatGPT nach unserem Stand nicht.
Die Nachfrage ist da. Laut einer Bitkom-Umfrage vom August 2026 haben 17 Prozent der Befragten KI schon im Urlaub genutzt, um Ausflüge und Sehenswürdigkeiten zu finden, weitere 40 Prozent können sich das vorstellen. Im selben Atemzug rät der Verband, Routen und Öffnungszeiten mit verlässlichen Quellen abzugleichen (Bitkom, 07.08.2026).
Der Rat hat einen Grund. Wir haben im Oktober die neuesten App-Store-Bewertungen von dreizehn Reise- und Tour-Apps gelesen. Über einen der KI-Reiseplaner schreibt jemand, er empfehle ständig Orte, die dauerhaft geschlossen sind. Bei den Audio-Tour-Apps klagen Leute über Texte, die nach Maschine klingen, über eine Computerstimme, die einen Lexikon-Eintrag vorliest, und darüber, dass die Führung abbricht, sobald der Bildschirm ausgeht. Was KI 2027 für Stadtführungen taugt, hängt also weniger am Modell als daran, woher die Orte kommen und ob dich die App wirklich hinbringt.
Woher die Infos kommen: Erfindet die KI bei Stubbs Orte?
Nein. Die KI wählt bei Stubbs nur aus einer Liste echter Orte aus, die aus offenen Kartendaten stammen (OpenStreetMap), und sie wählt über die Kennung des Ortes, nicht über einen Namen, den sie selbst hinschreibt. Schlägt sie ein Wahrzeichen vor, das in der Liste fehlt, bleibt es nur, wenn es sich in den Daten finden lässt. Sonst fliegt es raus.
Die kurzen Texte zu den Spots entstehen aus Quellen wie frei zugänglichen Lexikon-Einträgen. Jede Zahl und jeder Name in so einem Text muss in der Quelle stehen. Steht er dort nicht, fällt der Satz weg, und gibt es gar keine Quelle, gibt es auch keinen Text. Hinter dem kleinen „i“ an jedem Spot siehst du, woher die Angaben kommen.
Fehlerfrei ist das nicht. Ein Café, das in den Kartendaten noch offen ist, kann seit letzter Woche zu sein. Und was Stubbs dir unterwegs im Chat antwortet, formuliert die KI frei. Bei Öffnungszeiten, Preisen und Adressen darf sie nichts behaupten, was sie nicht weiß, aber ein Lexikon ist der Chat nicht.
Geführt und trotzdem frei: eine Runde durch Bamberg
So sieht ein Nachmittag aus, wenn du alles nutzt, was Stubbs heute kann. Die Spots stammen aus unserer Bamberger Runde.
- Ankommen. Du kommst mit dem Auto aus dem Umland. Liegt dein Start mehr als zwei Kilometer von der Runde weg, beginnt sie an einem Parkplatz, und die Anfahrt übergibt Stubbs an Google Maps. Mit dem Zug gibst du einfach den Bahnhof als Startpunkt ein.
- Reinleiten lassen. Stubbs führt dich zu den ersten Spots, Schloss Geyerswörth und dann zum Alten Rathaus, das mitten in der Regnitz steht. Er sagt die Abzweigungen an und merkt selbst, wann du angekommen bist. Das Handy kann dabei in die Tasche, in der Android-App kommen die Ansagen auch bei ausgeschaltetem Display.
- Ein Viertel für dich. Auf der anderen Seite der Brücke fängt das Sandgebiet an, enge Gassen, Wirtshäuser, viel los. Hier willst du nicht im Minutentakt hören, wo es langgeht. Du tippst „Auf eigene Faust“, Stubbs ist still und zeichnet trotzdem auf, wo du läufst.
- Zurück in die Tour. Nach dem Kaffee tippst du „Zurück zur Tour“. Stubbs rechnet den Weg ab da, wo du gerade stehst, zum nächsten offenen Spot. In Bamberg ist das der Weg hinauf zum Dom und zur Neuen Residenz mit dem Rosengarten.
- Umplanen. Die Zeit wird knapp? Du tippst „Weniger Zeit“ oder schreibst Stubbs, dass du nur noch eine Stunde hast. Er schlägt vor, welche Spots wegfallen, und lässt die drin, die ohnehin am Weg liegen. Für den Abend fragst du nach einer Bar und bekommst bis zu drei in der Nähe.
- Zum Auto. Wenn du fertig bist, tippst du „Zum Start“. Stubbs führt dich zum Ausgangspunkt zurück, egal durch wie viele Gassen du vorher gelaufen bist. Die ganze Strecke landet in deiner Bilanz.
So ist „Auf eigene Faust“ gedacht: sich ein paar Spots weit führen lassen, dabei merken, wo die schönen Ecken liegen, und den Rest selbst gehen. Das klappt auch in der eigenen Stadt, an einem Sonntag ohne Plan.
Für wen ist Stubbs?
Stubbs ist ein digitaler Stadtführer, der aus offenen Ortsdaten wie OpenStreetMap eine Runde für deine Stadt zusammenstellt. In rund 30 Sekunden, ohne Buchung, ohne Anmeldung. Du gibst Stadt und Startpunkt ein, Auswahl und Reihenfolge übernimmt die App.
Stärken: Wählt aus, statt alles anzuzeigen. Vor dem Start fliegt ein 3D-Rundflug die ganze Route ab, und an jedem Spot entscheidest du, ob er bleibt. Dabei plant Stubbs mit: Ist die Tour zu lang, fehlt ein Restaurant oder willst du andersherum laufen, sagst du es ihm per Kachel oder in eigenen Worten. In der Navigation geht dasselbe, dazu kommen „Auf eigene Faust“ und „Zum Start“. Pausen planst du von Anfang an mit ein, Café, Restaurant oder Bar, jeweils am Anfang, in der Mitte oder am Ende der Runde, mit zwei Alternativen zum Durchwischen. Eigene Spots setzt du per Suche dazu. Live-Navigation in der kostenlosen Android-App, auch bei ausgeschaltetem Display. Auf dem iPhone läuft Stubbs im Browser. An keiner Empfehlung verdienen wir mit.
Schwächen: Kein eingesprochener Audio-Kommentar. Die kurzen Spot-Texte werden vorgelesen, erzählt sie dir niemand. Einen Offline-Modus gibt es nicht, und ohne Netz entsteht auch keine neue Tour. Für das iPhone gibt es noch keine eigene App. Und wer eine Live-Erklärung von einem Menschen will, ist hier falsch.
Für wen ist Komoot?
Komoot ist auf Wandern und Radfahren ausgelegt, und dafür ist es gut: Höhenprofile, Angaben zur Wegbeschaffenheit, Offline-Karten, dazu eine Community, die ihre Touren teilt und bewertet.
Für die Altstadt ist es nicht gebaut. Du kannst dort eine Stadtroute planen, aber Komoot plant Wege zwischen Punkten, die du vorher selbst gesetzt hast. Welche Orte sich lohnen und warum, beantwortet die App nicht. Diese Auswahl bleibt deine Aufgabe, und genau die ist bei einer fremden Stadt der schwierige Teil.
Nach einer Komoot-Alternative suchen in Deutschland rund 1.000 Leute im Monat. Premium kostet 4,99 € im Monat oder 59,99 € im Jahr, und in den neuesten kritischen App-Store-Bewertungen, die wir im Oktober gelesen haben, geht es in gut einem Viertel um Abo, Preis oder Kündigung. Für Stadtrunden brauchst du kein Premium-Konto, du brauchst eine andere Art App.
Stärken: Höhenprofile und Oberflächenangaben in einer Detailtiefe, die keine Stadtführer-App hat. Zuverlässige Offline-Karten, große Tourensammlung aus der Community.
Schwächen für Stadtführungen: Keine Auswahl von Sehenswürdigkeiten, kein Kontext zu den Orten, nicht auf urbanes Zufußgehen optimiert. Ein Routing-Werkzeug, kein Stadtführer.
Für wen ist Google Maps?
Für Navigation, Öffnungszeiten und die Frage nach dem nächsten Restaurant ist Google Maps das Standardwerkzeug, und die Ortsdatenbank dahinter ist die vollständigste, die es gibt. Auf jeder Städtereise gehört die App aufs Handy. Seit 2026 beantwortet Gemini dort beim Gehen auch Fragen zu dem, was du gerade siehst, und wer den Parkplatz speichert, findet abends zurück.
Als Stadtführer funktioniert sie trotzdem nicht. Google Maps zeigt dir tausend Pins und überlässt dir die Entscheidung, welche davon sich lohnen. Einen Vorschlag der Art "diese drei Orte, in dieser Reihenfolge" gibt es nicht, mehrere Ziele setzt du von Hand und in deiner eigenen Reihenfolge. Dazu kommt, dass gesponserte Einträge beeinflussen, was oben steht.
Für wen ist GetYourGuide?
GetYourGuide ist eine Buchungsplattform. Du buchst dort geführte Touren mit echten Stadtführern, dazu Eintrittskarten. Ein anderes Produkt als alles andere in dieser Liste.
Wenn du einen Menschen willst, der erzählt und auf Rückfragen antwortet, bist du hier richtig. Zwei Einschränkungen: Die Qualität hängt am jeweiligen Anbieter und schwankt entsprechend stark. Und die Reihenfolge der Empfehlungen ist nicht neutral, GetYourGuide verdient an jeder Buchung mit. Spontan geht ebenfalls nicht, gefragte Touren sind oft Tage vorher weg.
Die Gesamtnote im App Store ist sehr gut. Liest man nur die neuesten kritischen Bewertungen, geht es in gut einem Drittel um abgesagte Touren, Erstattungen oder den Kundendienst. Das Risiko trägt, wer bucht. Bei einer Runde ohne Termin gibt es nichts zu stornieren.
Stärken: Ein Mensch führt. Touren zu bestimmten Themen, von Architektur bis Kulinarik. Eintrittskarten gleich mitbuchbar.
Schwächen: Buchung nötig, Kosten pro Person, Gruppentempo, Provisionsinteresse der Plattform.
Für wen ist izi.travel?
Das Prinzip ist einfach: Städte, Museen und Tourismusverbände produzieren Audio-Touren und stellen sie in die Plattform. Wo das jemand gemacht hat, bekommst du eingesprochene Erklärungen an jedem Stopp, und die sind meist ordentlich produziert. Für Museen ist das Modell die beste Lösung in diesem Vergleich. Neu ist eine Reiseplanung mit KI.
Der Haken ist die Abdeckung, und zwar bevor du losfährst. Für die großen Reiseziele gibt es reichlich, für eine mittelgroße Stadt abseits der Touristenachse oft gar nichts, weil dort niemand eine Tour eingesprochen hat. Prüf das für dein konkretes Ziel, statt dich auf die App zu verlassen. Und wenn es etwas gibt, läufst du die vorgegebene Route, nicht deine eigene. Die App installieren musst du außerdem.
Welche Stadtführer-App plant Pausen ein?
Kurz: Von den fünf Apps baut nur Stubbs Pausen selbst in die Route ein. Du wählst Café, Restaurant oder Bar und sagst, wann: am Anfang, in der Mitte oder am Ende der Runde. Die App setzt das Lokal an die Stelle mit dem kleinsten Umweg. Bei Komoot und Google Maps fügst du Stopps von Hand hinzu.
Wer zwei Stunden durch eine Altstadt läuft, will irgendwann sitzen. Bei den meisten Apps heißt das: Route verlassen, ein Lokal suchen, den Weg zurück finden. Stubbs fragt das vor dem Start. Nach der Planung wählst du eine oder mehrere Pausenarten und je Art den Zeitpunkt. Die Pause landet im richtigen Drittel der Runde, dort, wo sie den kleinsten Umweg kostet, und die übrigen Spots ordnen sich drumherum. Hast du es vorher vergessen, fragst du unterwegs Stubbs.
Jede Pause bringt zwei Alternativen derselben Art mit. Im 3D-Rundflug wischst du auf der Karte des Lokals zur Seite und siehst das nächste, mit dem Umweg in Minuten. „Stattdessen“ tauscht es aus, „Zusätzlich“ nimmt eine zweite Pause mit. Ketten wie McDonald’s oder Starbucks schlägt die App nicht vor. Die Lokale kommen überwiegend aus OpenStreetMap, und wenn du heute loswillst, lässt sie Lokale weg, die laut Eintrag zu der Uhrzeit geschlossen haben, zu der du vorbeikommst.
Das ist kein Ersatz für eine Food-Tour mit Guide. Die Auswahl hängt davon ab, was in OpenStreetMap eingetragen ist, und kleine Lokale ohne Eintrag fehlen. Für die Frage „Wo trinke ich nach einer Stunde Altstadt einen Kaffee, ohne umzudrehen?“ reicht sie. Wie das in elf deutschen Altstädten aussieht, zeigt der Pausen-Atlas.
Mit Freunden planen und teilen
Stubbs' Vorschlag ist ein Anfang, kein fertiger Plan. Du wirfst Spots raus, die dich nicht reizen, und setzt eigene dazu, als Gast einen, mit kostenlosem Konto bis zu drei je Tour. In die Mitte kommt ein Restaurant, ans Ende eine Bar. Dann schickst du die Runde per WhatsApp an deine Leute.
Wer den Link öffnet, sieht die Tour ohne Anmeldung, kann sie in 3D abfliegen und in die eigene App übernehmen. Deinen Startpunkt verrät der Link nicht, die Runde beginnt beim Empfänger am ersten Spot. Wir bauen Stubbs, damit Leute rausgehen und sich treffen. Das Handy kommt raus, wenn ihr nicht wisst, wo es langgeht, und bleibt sonst in der Tasche.
Was 2027 dazukommt
Woran wir gerade bauen. Es ist noch nicht in der App, deshalb steht hier kein Datum.
Eine Tour, zwei Handys
Heute schickst du eine fertige Runde weiter. Als Nächstes bearbeitet ihr sie zusammen: Der eine will zwei Bars, die andere unbedingt noch den Rosengarten, und Stubbs baut daraus eine Runde, die ihr dann gemeinsam lauft.
Zum Sonnenuntergang am richtigen Ort
Du sagst, dass die Tour mit dem Sonnenuntergang enden soll, und Stubbs sucht den Aussichtspunkt dafür aus. Die Uhrzeit aus dem Kalender reicht dafür nicht. An der Scheffelterrasse in Heidelberg verschwindet die Sonne nach unserer Rechnung mit Höhendaten im Juni 43 Minuten und im Dezember 61 Minuten früher hinter dem Gelände. Bäume und Häuser kennt diese Rechnung noch nicht.
Eine App fürs iPhone
Auf dem iPhone läuft Stubbs heute im Browser, mit Abstrichen, wenn der Bildschirm ausgeht. Die App ist in Arbeit.
Apps, die bei der Suche nach "Stadtführung" auftauchen, fallen in fünf Kategorien. (1) Kuratierte Stadtführer-Apps wie Stubbs oder SmartGuide stellen Routen aus ausgewählten Sehenswürdigkeiten zusammen. (2) Outdoor-Routing-Apps wie Komoot oder AllTrails sind für Wander- und Radstrecken gebaut, nicht für die Altstadt. (3) Universalkarten wie Google Maps oder Apple Maps zeigen alles und wählen nichts aus. (4) Buchungsmarktplätze wie GetYourGuide oder Viator vermitteln geführte Touren mit Menschen. (5) KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini planen im Gespräch, führen dich aber (Stand Oktober 2026) nicht zu Fuß von Spot zu Spot. Für eine selbstgeführte Stadtführung ohne Buchung kommt vor allem Kategorie 1 infrage. Technisch arbeitet sie mit globalen Ortsdaten (etwa aus OpenStreetMap), einem Sprachmodell für die Auswahl und Fußgänger-Routing auf Basis offener Kartendaten.
Welche App ist die richtige für dich?
Wir würden zwei davon parallel laufen lassen: Stubbs für die Runde durch die Altstadt samt Pausen, Google Maps für die Anfahrt mit dem Auto und alles außerhalb der Runde. Die Anfahrt übergibt Stubbs ohnehin an Google Maps, wenn dein Start weit weg liegt. In Bamberg kannst du das direkt ausprobieren, die Stadtführung dort ist fertig kuratiert.